Ajax-Systeme Kabelgebundenes Alarmsystem
Das allererste Alarmsystem war vollständig verkabelt – und bis heute gibt es viele Modelle, die auf einer festen Verkabelung basieren. Traditionell bevorzugen zahlreiche Installateure diese Lösung, da sie als besonders robust und manipulationssicher gilt. Dennoch hat sich der Markt in den letzten Jahren stark verändert: Moderne Funkalarmanlagen mit Zertifizierung nach Grad 2 oder Grad 3 bieten eine ebenso hohe Sicherheit und sind zugleich flexibler in der Installation. Bei Sitcon setzen wir daher auf kabellose Lösungen und empfehlen eine kabelgebundene Alarmanlage nur in speziellen Fällen, in denen ein Versicherer explizit ein Grad-3- oder Grad-4-System vorschreibt.
Wie funktioniert eine kabelgebundene Alarmanlage?
Eine kabelgebundene Alarmanlage besteht aus einer Basisstation, die mit allen Meldern und Sensoren über Kabel verbunden ist. Typischerweise gehören dazu Tür- und Fensterkontakte, Bewegungsmelder sowie Bedienteile oder Außensirenen. Die Zentrale kann über LAN, WLAN oder in manchen Fällen auch über eine SIM-Karte mit dem Internet verbunden sein, um Alarmmeldungen weiterzuleiten. Die Bedienung erfolgt klassisch über eine Tastatur an der Zentrale, in modernen Varianten auch zusätzlich über eine Smartphone-App. Der große Unterschied zu Funkalarmanlagen liegt darin, dass jedes einzelne Zubehörteil physisch mit der Basis verbunden wird – was eine sehr stabile, aber auch aufwändige Installation bedeutet.
Vor- und Nachteile kabelgebundener Systeme
Der größte Vorteil einer kabelgebundenen Alarmanlage ist die extrem geringe Ausfallrate. Da die Verbindung nicht über Funk, sondern über Kabel erfolgt, ist eine Störung oder Sabotage deutlich schwerer möglich. Daher werden in besonders sicherheitsrelevanten Bereichen wie Banken, Industriehallen oder Unternehmen mit hohem Versicherungswert nach wie vor kabelgebundene Alarmanlagen mit Zertifizierung nach Grad 3 oder 4 eingesetzt. Sie erfüllen höchste Anforderungen und sind für bestimmte Branchen sogar Pflicht.
Der Nachteil liegt jedoch klar im Aufwand: Für die Installation müssen Kabel von der Zentrale bis zu jedem einzelnen Melder verlegt werden. Dies ist in Neubauten oder großen Gewerbeobjekten einfacher umzusetzen, in bestehenden Wohnhäusern jedoch oft mit erheblichem baulichen Eingriff verbunden. Zudem erfordert eine kabelgebundene Anlage in der Regel die Installation durch einen Fachbetrieb, was die Kosten im Vergleich zu kabellosen Systemen erhöht.
Gibt es Alternativen zu kabelgebundenen Alarmanlagen?
Ja, moderne Funkalarmanlagen sind heute eine sehr gute Alternative. Systeme von Ajax oder Vesta arbeiten mit einer sicheren bidirektionalen Funkverbindung, die kontinuierlich überprüft, ob alle Melder aktiv und erreichbar sind. Damit erreichen sie in puncto Zuverlässigkeit ein Niveau, das einer klassischen kabelgebundenen Alarmanlage sehr nahekommt. Zusätzlich bieten sie Komfortfunktionen wie Steuerung per App, flexible Erweiterbarkeit und einfachere Installation. Für private Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen sind hochwertige Funkalarmanlagen in den meisten Fällen die bessere Wahl.
Kabelgebundene Alarmanlagen und Versicherungen
In einigen Fällen verlangen Versicherungen bei besonders wertvollen Objekten ein kabelgebundenes Alarmsystem mit Grad-3- oder Grad-4-Zertifizierung. In solchen Situationen können wir Sie über unser Netzwerk mit spezialisierten, zertifizierten Installationsbetrieben verbinden. Diese übernehmen die Planung, Installation und Wartung einer kabelgebundenen Anlage nach den geforderten Normen und stellen auch die notwendigen Zertifikate für Versicherungen aus.
Warum setzt Sitcon auf kabellose Systeme?
Bei Sitcon haben wir uns bewusst dafür entschieden, kabelgebundene Alarmanlagen nicht mehr aktiv anzubieten. Der Grund ist einfach: Die Qualität und Stabilität moderner Funklösungen ist so hoch, dass für Privathaushalte und die meisten Unternehmen kein spürbarer Vorteil mehr durch Kabel entsteht. Stattdessen profitieren Kunden von einfacherer Handhabung, modularer Erweiterbarkeit und der Möglichkeit, das System auch selbst zu installieren. Nur in Ausnahmefällen, in denen Versicherungen bestimmte Grade zwingend vorschreiben, sind kabelgebundene Anlagen noch die richtige Wahl.
Eine kabelgebundene Alarmanlage bei Sitcon kaufen
Kabelgebundene Alarmanlagen bieten wir selbst nicht mehr online an. Stattdessen zeigen wir Ihnen in unseren Filialen und im Webshop hochwertige drahtlose Alternativen, die Ihnen dieselbe Sicherheit bieten – ergänzt um den Komfort moderner Technik. Gerne erklären wir Ihnen vor Ort, warum wir den Fokus auf Funkalarmanlagen legen und welche Lösung für Ihre Situation am besten geeignet ist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann ist eine kabelgebundene Alarmanlage sinnvoll?
In der Regel nur dann, wenn Versicherungen ein Grad-3- oder Grad-4-System explizit vorschreiben. Für die meisten privaten und gewerblichen Anwendungen reicht eine moderne Funkalarmanlage aus.
Wie funktioniert die Installation einer kabelgebundenen Anlage?
Die Installation erfordert das Verlegen von Kabeln von der Zentrale zu jedem Melder. Dies ist aufwendig und sollte ausschließlich von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Was sind die Vorteile einer kabelgebundenen Alarmanlage?
Sehr hohe Stabilität, geringe Ausfallrate und minimale Sabotageanfälligkeit. Deshalb werden sie häufig in Hochsicherheitsbereichen eingesetzt.
Gibt es Nachteile im Vergleich zu Funkalarmanlagen?
Ja, die Installation ist deutlich aufwendiger und teurer. Zudem fehlt die Flexibilität, die kabellose Systeme durch einfache Erweiterbarkeit bieten.
Bietet Sitcon kabelgebundene Systeme an?
Nein, wir führen ausschließlich kabellose Lösungen. Bei Bedarf vermitteln wir Sie jedoch gerne an zertifizierte Installationspartner für kabelgebundene Systeme.